Geschichte und Geschichten um den Bahnhof Glauchau

Verfasser:  Otto, Ralf-Peter
Jahr: 2006
Verlag: Glauchau, Buchmanufaktur Gesau
Preis: 11,80 EUR
 
Bahnhof Glauchau

Mit der feierlichen Inbetriebnahme der neuen Reiseverkehrsanlagen des Bahnhofs Glauchau am 8. Mai 2004 verbinden die Stadt und die Region den offiziellen Anschluss an die Eisenbahn des 21. Jahrhunderts. Auf den ersten Blick scheint sich das Ensemble des Bahnhofs nur wenig verändert zu haben. Demgegenüber wurden besonders hinter der gewohnten Kulisse in rund zweijähriger Bauzeit die Konsequenzen aus den einschneidenden Strukturveränderungen der letzten zehn Jahre gezogen.

Der klassische Staatsbahnhof mit Schwerpunkten auf dem Nah- und Fernverkehr sowie des Güterumschlags zwischen Straße und Schiene hat sich zur zeitgemäßen Schnittstelle zwischen den Netzwerken des Öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs sowie der Logistik- linien der europäischen Automobilindustrie gewandelt. Damit verband sich auch die Automatisierung und Fernsteuerung eines Großteils der Betriebsabläufe, in deren Folge heute nur noch wenige Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG in Glauchau benötigt werden. Außerdem sind mit der City-Bahn Chemnitz GmbH und der Muldental-Eisenbahnverkehrsgesellschaft mbH sowie ihren Partnern inzwischen neue Eisenbahnverkehrsunternehmen auf dem Bahnhof Glauchau präsent.

Gleichermaßen bieten die Bahnhofsbuchhandlung, die Bäckereifiliale, die Taxiunternehmen, der Friseursalon und die Möbelbörse ein Angebot, dessen Breite weit über die Gruppe der Bahnreisenden hinausgeht. Somit hat der Bahnhof Glauchau viele Chancen, seine angestammte Rolle als kompaktes Dienstleistungszentrum im Nordosten der Großen Kreisstadt zu behaupten und weiter auszubauen.

Nicht zuletzt hat die Interessengemeinschaft Traditionslok 58 3047 Glauchau e.V., einer Freizeitgruppe der Stiftung Bahnsozialwerk, mit ihren jährlichen Veranstaltungen und dem Sonderzugprogramm speziell auf die regionale Nachfrage zugeschnittene Reisen für Eisenbahnfans und Ausflugsgäste entwickelt, die mehr als nur die Stammkunden der Eisenbahn ansprechen.

Das breite berufliche und ehrenamtliche Engagement für die Zukunft des Bahnhofs Glauchau hat eine lange Tradition. Es ist jedoch nicht leicht, rund 150 Jahre der Wandlungen und Anpassungen rund um den Bahnhof Glauchau in eine kleine Broschüre zu pressen, die nicht nur für eingefleischte Eisenbahnfans bestimmt ist. Deshalb kann nicht auf Detailfragen eingegangen werden. Dazu sind in den letzten 20 Jahren hinreichend Zeitschriftenartikel und Fachbücher mit den einschlägigen Tabellen erschienen. Im Blickpunkt steht eher die Funktion des Bahnhofes als Zugang der regionalen Wirtschaft zum Eisenbahnnetz. Dabei soll auch die eine oder andere Anekdote nicht unerwähnt bleiben.

Als Grundlage für den Versuch, die Geschichte des Bahnhofs Glauchau auf wenigen Seiten anzureißen, diente den Autoren die mehrbändige: „Chronik des Dienstortes Glauchau/Sa. ab. 15 November 1858 „, die anlässlich des 150. Jubiläums der Deutschen Eisenbahn von einem Autorenkollektiv Glauchauer Eisenbahner erarbeitet wurde. Aus dieser akribisch zusammengetragenen Materialfülle musste zwangsläufig ausgewählt werden.

Weiterhin kamen neue Aussagen von Zeitzeugen hinzu und schließlich ist auch die Geschichtsforschung nicht stehen geblieben. Somit konnten auch neue und durchaus streitbare Sichtweisen der regionalen Entwicklung in den Text aufgenommen werden. Trotzdem kann und will die Broschüre keine umfassende Chronik des Bahnhofs Glauchau ersetzen.

Besonderer Dank gilt den Herren Werner Götze, Bernd Meier, Roland Winter und Horst Wiedermann, die bei der Entstehung der kleinen Sammlung von Geschichte und Geschichten rund um den Bahnhof Glauchau geholfen haben. Gleichfalls konnte auf das umfangreiche Material der von Peter Vates geleiteten BSW Freizeitgruppe ‚Eisenbahntradition Westsachsen‘ zurückgegriffen werden. Sie stehen stellvertretend für alle früheren Eisenbahner des Dienstortes Glauchau , ohne deren Unterstützung diese Broschüre nicht möglich gewesen wäre.

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